
























Wie alles begann
1998 gründeten Sabriye Tenberken, selbst blind, und Paul Kronenberg die erste Schule in Tibet für blinde und sehbehinderte Kinder. Ziel war es, den Schüler:innen Selbstständigkeit zu ermöglichen und ihre Integration in Schule und Gesellschaft zu fördern. Mit der Gründung von Braille Without Borders erweiterten sie das Projekt um Berufsausbildungen, therapeutische Programme und eine Modellfarm für blinde Erwachsene. Viele Absolvent:innen wurden später erfolgreiche Universitätsstudent:innen, gründeten eigene Unternehmen oder starteten soziale Projekte.
Während der Aufbauphase stießen Sabriye und Paul immer wieder auf große Herausforderungen. Sie erkannten, dass nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch praktische Erfahrung, Problemlösungskompetenz und persönliche Widerstandskraft entscheidend sind, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Aus dieser Erkenntnis entstand 2005 das kanthari-Trainingszentrum in Kerala, Indien – ein internationales Programm, das Menschen befähigt, mit Mut und praxisnahen Fähigkeiten gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.
2018 endete die Arbeit von Braille Without Borders in Tibet, nachdem die lokalen Rahmenbedingungen eine Fortführung nicht mehr ermöglichten. Die Vision lebt jedoch weiter – nun durch kanthari, das die Erfahrungen aus Tibet an die nächste Generation von Social Change Maker weitergibt.